Vier Höfe, ein Quartier
In Lindau, nur wenige Schritte vom Bodensee entfernt und in direkter Nachbarschaft zur österreichischen Grenze, wird das ehemalig gewerblich genutzte Zechwald-Areal zu einem zukunftsweisenden urbanen Quartier mit ca. 300 Wohneinheiten und 12.000 Quadratmetern Gewerbefläche weiterentwickelt.
An der stark frequentierten Bregenzer Straße markieren zwei Gebäude mit fünfgeschossigem Sockel und Hochpunkten den städtebaulichen Auftakt des neuen Quartiers. Sie schirmen das dahinterliegende ruhige Wohngebiet vom Lärm der verkehrsreichen Straße ab.
Das neue Wohnquartier ist in vier überschaubare Nachbarschaften gegliedert. Jeweils vier Wohnhäuser mit holzsichtigen begrünten Fassaden gruppieren sich um gemeinschaftlich genutzte Wohnhöfe, die ein nachbarschaftliches Miteinander von hoher Qualität ermöglichen.
Vom zentralen Eingangsplatz an der Bregenzer Straße führt der grüne Quartiersanger mitten durch das Quartier. Er bietet als ruhige grüne Lunge eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität. Am Eingangsplatz befinden sich das zentrale Parkhaus sowie Car- und Bikesharing-Angebote, sodass das übrige Quartier autofrei bleibt.
Östlich schließt das Quartier mit einer baumbestandenen Promenade ab. Hier beleben Geschäfte, Gastronomie und kleinteiliges Gewerbe den Quartiersrand.
Im Westen sind in ruhigerer Lage eine Kindertagesstätte sowie weitere soziale Einrichtungen wie das Ärztehaus vorgesehen. Den Abschluss des Quartiers bildet hier das neu ausgebaute Sportfeld mit einem Aussichtsturm, der einen weiten Blick in die Umgebung und bis zum See ermöglicht. Ein weiterer Panoramapunkt entsteht mit dem Dachcafé über dem Parkhaus.
Die geplante Bebauung kombiniert Geschosswohnungsbau und Reihenhäuser mit drei bis fünf Etagen. Durch flach geneigte Satteldächer fügen sich die Gebäude harmonisch in den bestehenden städtebaulichen Kontext ein. Alle Baukörper entstehen in reiner Holzbauweise als modulare Holzsystembauten.
Im Zentrum des Quartiers befindet sich ein linearer Park mit Naturerfahrungsräumen, Spielmöglichkeiten und ruhigen Rückzugsräumen für die Nachbarschaft.
Eine grüne Fuge, an der auch die Wohnhöfe liegen, verbindet das Quartier mit dem See. Die ausgewogene Verteilung von öffentlichen, gemeinschaftlichen, halböffentlichen und privaten Freiräumen bildet die Grundlage für ein differenziertes Freiraumangebot.
Es entsteht ein beispielhaftes nachhaltiges Quartier der kurzen Wege mit hoher Grün- und Freiraumqualität, in dem auf ein Auto verzichtet werden kann.

