Eisschnelllaufhalle Sportforum

Leitidee – ankommen . erleben . bewegen

Das neue prägnante Eingangs- und Sportfunktionsgebäude aus Holz mit einem effizienten Tragwerk und funktional schlüssiger Raumaufteilung kombiniert die neuen Sportflächen mit einem attraktiven Ankunftsort. Es ergänzt die erste überdachte 400 m Eisschnelllaufbahn der Welt mit neuen Nutzungen und schluckt den erratischen Technikanbau der Halle unmerklich.

Der Entwurf des Erweiterungsbaus an die Eisschnelllaufhalle basiert auf der Idee, die bestehende Halle als Form zu erhalten, einen eindeutigen Eingang auszubilden und die Halle funktional optimal zu ergänzen. Städtebaulich strukturiert der neue Baukörper das bestehende Hallenensemble zur Konrad-Wolf-Straße neu und integriert sich gleichzeitig in den Bestand. Das neue eigenständige Gebäude wird zu einer identitätsstiftende Stadtmarke. Es bildet einen markanten, südlichen Eingang in das Sportforum Berlin und zum Eingangsgebäude für die Eisschnelllaufhalle.

Die funktionale und stützenfreie Organisation bietet für die Sportnutzung optimale Bedingung und erzeugt eine einprägsame Außenwirkung. Die Verwendung des nachhaltigen Baustoffs Holz in Verbindung mit einer ingenieurmäßigen Konstruktion und einer architektonischen Ausformulierung der Räume und Fassaden, nimmt die 1986 mit der kühnen Dachkonstruktion der Eisschnelllaufhalle begonnene Tradition aus und ergänzt diese mit einem Bezug zum Stadtraum und einer zeitgemäßen architektonischen Ausstrahlung. Mit dem Neubau entsteht ein Trainingsort für internationale Spitzensportler im Bereich Wintersport und verleiht der bestehenden Eisschnelllaufhalle ein einladendes, neues, dem internationalen Rang angemessenes Gesicht.

Die bestehende dezentrale Erschließung der Zuschauerbereiche und die Hallenorganisation wurden aufgenommen und mit einem abgerückten Neubau gestärkt. Durch das Aufständern des Gebäudes und die Reduzierung des Erdgeschosses auf die öffentlichen Nutzungen wird ein attraktiver Vorplatz als Treff- und Sammelpunkt für Besucher, Sportler und Verbände ausgebildet. Das warme Material Holz an der Unterseite der Überdachung und der Fassade strahlt eine einladende und gemütliche Atmosphäre aus. Der neue Eingangsplatz erhält eine gefasste Struktur und fungiert als Verteiler zum neu formulierten Eingang und den um die Halle herum angegliederten Tribünenaufgängen.

Realisierungswettbewerb Erweiterungsbau Sportforum Berlin
BGF: 3.450 qm
CKRS Architekten
Mitarbeiter: Gina Radon, Eva Hartmann